2. Juli 2016

Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit

Die Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit (KGC) ist Beratungs- und Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung und Prävention im Land Bremen mit dem Ziel, die gesundheitliche Chancengleichheit in Bremen und Bremerhaven zu stärken. Sie berät Vertreter*innen von Lebenswelten zu Strukturbildungsmaßnahmen, macht Modelle guter Praxis transparent, unterstützt den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis, fördert Vernetzung sowie die Qualitätsentwicklung von gesundheitsförderlichen Maßnahmen.

Seit 2015 ist die KGC bei der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V. in Kooperation mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. angesiedelt. Sie wird gefördert durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen.

Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit existieren in allen Bundesländern. Sie sind Teil des bundesweiten Kooperationsverbundes Gesundheitliche Chancengleichheit, welcher 2003 von der BZgA initiiert wurde. Der Verbund besteht mittlerweile aus 66 Partnerorganisationen, u. a. BZgA, Landesvereinigungen für Gesundheit, Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen sowie kommunale Spitzenverbände.

Die Tätigkeitsbereiche der KGC Bremen sind:

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Umsetzung des Präventionsgesetzes im Land Bremen

2015 wurde das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG) vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Darin wird eine Anhebung der finanziellen Leistungen für Gesundheitsförderung und Prävention festlegt. Ein Schwerpunkt des Gesetzes liegt auf dem Lebensweltenansatz mit dem Ziel, in Lebenswelten wie Kindertagesstätten, Schulen, Kommunen und Betriebe gesundheitsförderliche Strukturen zu schaffen.

Landesrahmenvereinbarung (LRV)

Für die Umsetzung des Gesetzes wurde auch der Aufbau neuer Strukturen festgelegt: Die neu eingerichtete Nationale Präventionskonferenz wurde mit der Aufgabe betraut, Bundesrahmenempfehlungen für die Umsetzung des PrävG zu entwickeln. Diese wurde im Februar 2016 verabschiedet. Auf Grundlage der Bundesrahmenempfehlungen schließen die Länder Landesrahmenvereinbarungen ab. Die LRVn der Länder finden Sie hier.

In Bremen wurde die LRV im Dezember 2016 verabschiedet (LRV Bremen). Beteiligte der LRV in Bremen sind: Krankenkassen, Träger der Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung sowie das Land Bremen (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Verbraucherschutz). Zur Steuerung und Umsetzung der LRV wurde das Strategieforum Prävention des Landes Bremen eingerichtet. Um ausgewählte Themenschwerpunkte zu konkretisieren wurden vier Arbeitsgruppen eingerichtet (AG 1: Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen, AG 2: Gesundheitsförderung bei Alleinerziehenden, AG 3: Gesunde Stadtteile, AG 4: Gesunde und sichere Arbeitswelt).

 

Präventionskonferenz

Die Beteiligten der LRV streben an, jährlich eine Präventionskonferenz in Bremen zu veranstalten, um in einen intensiven Austausch mit Multiplikator*innen u. a. aus den Bereichen Gesundheit, Soziales, betriebliche Prävention, Kultur, Quartiermanagement, Pflege, Verwaltung, bürgerschaftliches Engagement zu treten. Die KGC ist an der Planung, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Präventionskonferenzen beteiligt.

Am 20.03.2017 fand die erste Präventionskonferenz in Bremen mit rund 120 Teilnehmer*innen im Haus der Wissenschaft statt. Bei der Veranstaltung ging es vor allem darum, den aktuellen Stand zur Umsetzung des Präventionsgesetzes in Bremen aufzuzeigen, in einen interdisziplinären Austausch zu treten und Anregungen und Ideen für die weitere Umsetzung des Präventionsgesetzes zu bündeln.

Die Dokumentation zur Veranstaltung sowie die Vorträge finden Sie hier.

 

Antragsberatung

Die KGC hat die Aufgabe übernommen, Antragssteller*innen zur Gestaltung von Prävention und Gesundheitsförderung in Lebenswelten sowie zu den Antragskriterien zu beraten und über das Antragsverfahren zu informieren.

Antragssteller*innen können Anträge über ein kassenübergreifendes Antragsformular stellen. Eine Hilfestellung zum Ausfüllen bietet die dazugehörige Handreichung. Grundlage für die Förderung aller Leistungen nach § 20a SGB V bildet der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbandes. Als weitere Orientierung für die Qualitätssicherung Ihres Projektantrags können die Good-Practice-Kriterien herangezogen werden

Maßnahmen, die den Kriterien des Leitfadens nicht entsprechen, dürfen von den Krankenkassen nicht gefördert oder durchgeführt werden. Eine Übersicht zu den Ausschlusskriterien finden Sie hier.

Eine Beantragung von Fördermitteln ist bis zum 30.09.2017 möglich. Im nächsten Jahr gelten die folgenden Fristen: 31.03.2018 und 30.09.2018.

Der vollständige Antrag ist fristgerecht per E-Mail an tanja.ritter@ikk-gesundplus.de zu senden.

Bei Fragen zur Antragsstellung können Sie sich wenden an:

Nicole Tempel

E-Mail: nicole.tempel@gesundheit-nds.de

Telefon: 0421 / 79 08 73 – 01

 

Berit Warrelmann

E-Mail: berit.warrelmann@gesundheit-nds.de

Telefon: 0421 / 79 08 73 – 03

 

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