3. August 2016

Abgeschlossene Projekte

Qualitätsentwicklung am Beispiel der Adipositasprävention in Kitas

Die Ergebnisse der Basiserhebung des Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass bereits unter den 3- bis 6- Jährigen 10 % der Kinder übergewichtig sind. Eine Adipositas findet sich in dieser Altersgruppe bei 2,9 %. Als Risikofaktoren für eine Adipositas gelten unter anderem der soziale Status und ein Migrationshintergrund. So sind Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigerem Sozialstatus häufiger von Übergewicht oder Adipositas betroffen als Kinder aus sozial privilegierten Familien. Darüber hinaus ist für Kinder aus Migrantenfamilien ein erhöhtes Risiko erkennbar (RKI, 2008). Parallel zu diesen Erkenntnissen gelten Kindertagesstätten und Kindergärten neben den Eltern als Schlüsselsetting für die Prävention und Gesundheitsförderung bei Kindern (Steenbock et al., 2015).

Vor diesem Hintergrund wurde das Projekt „Qualitätsentwicklung am Beispiel der Adipositasprävention in Kitas“ bei den Koordinierungsstellen zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit in den Landesvereinigungen angesiedelt und von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für den Zeitraum 01.06.2015 bis 28.02.2016 gefördert.

Die Landesvereinigung für Gesundheit Bremen e.V. (LVG Bremen) hat sich im Rahmen des Projekts zum Ziel gesetzt, fördernde und hemmende strukturelle Rahmenbedingungen für eine wirkungsvolle Adipositasprävention zu identifizieren, um Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der Adipositasprävention für Kinder von 0 bis 6 Jahren zu entwickeln. Im gesamten Projektverlauf erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. (LVG & AFS), um Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede zwischen den Bundesländern herauszustellen.

Tätigkeitsbereiche:

  • Recherchearbeiten
  • Leitfadeninterviews
  • Expertinnen- und Expertengespräche
  • Auswertung und Berichterstellung

 

Gesunde Quartiere in Bremen und Bremerhaven

Die Auswirkung der sozialen Lage auf die Gesundheit konnte bereits mit verschiedenen Studien nachgewiesen werden. Für das Land Bremen verdeutlicht der Bremer Armuts- und Reichtumsbericht gesundheitliche Unterschiede zwischen sozial benachteiligten und privilegierten Wohnvierteln. Gesundheitsförderung im Stadtteil gewinnt somit zunehmend an Bedeutung, da hier die Möglichkeit besteht, eine Vielzahl der dort lebenden Bewohnerinnen und Bewohner zu erreichen.

Der Stadtteil bietet zahlreiche gesundheitsrelevante Strukturen, Handlungsfelder und Settings wie Kindertagesstätten, Häuser der Familie oder Schulen, die gute Anknüpfungspunkte darstellen, um sektorenübergreifend gesundheitsfördernde Maßnahmen und Strategien zu entwickeln.

Mit dem Projekt „Gesunde Quartiere in Bremen und Bremerhaven“ wurde deshalb das Ziel verfolgt, Gesundheit gemeinsam mit den Menschen und Akteuren im Quartier, zum Beispiel aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Quartiersmanagement, Soziales, Sport, Politik, Wohnungsbau, zu denken, um gesundheitliche Maßnahmen in die eigene Arbeit zu integrieren.

Das Projekt wurde von Mitte 2015 bis Mitte 2020 finanziert durch die AOK Bremen/ Bremerhaven und in Kooperation mit der LVG & AFS durchgeführt. Ein Projektbeirat begleitete und beriet das Projekt über die gesamte Laufzeit.

Tätigkeitsbereiche:

  • Bedarfserhebung
  • Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungen
  • Modellhafte Erprobung von quartiersbezogenen Aktivitäten
  • Durchführung von Beteiligungsprozessen
  • Beteiligung an vorhandenen Netzwerken
  • Unterstützung und Stärkung von vorhandenen Strukturen

Eine Projektskizze finden Sie hier.